Mitarbeiterwerte

Im Kindergottesdienst 'Vaterhaus' arbeiten viele Mitarbeiter sehr engagiert mit. Das ist eine wunderbare Sache. Nach welchen Werten richten sich die Mitarbeiter? Welche Werte wollen gelebt und anderen vermittelt werden? Nachfolgend werden acht Werte vorgestellt und erläutert.

1. Führe selber ein Leben, in dem Christus wirklich der Herr ist. Übernimm Verantwortung für deinen geistlichen Zustand. „Setze deine ganze Zeit und Kraft dafür ein, Gott immer besser zu dienen.“ (1. Tim. 4,7)
Das größte Geschenk, das jeder Mitarbeiter der Gemeinde machen kann ist, dass er selber ein Leben wirklicher Hingabe an Christus lebt. Wenn ein Christ lau wird und ein Christsein mit vielen Kompromissen lebt, wird er wenig Ausstrahlung auf sein Umfeld haben. Wenn ich mich selber nicht geistlich und charakterlich weiterentwickle, sondern auch nach Jahr und Tag der gleiche empfindliche, knurrige, aufbrausende Christ bin, als den mich alle seit jeher kennen, welche Veränderung soll dann von mir ausgehen? Es ist deshalb unsere vorrangige Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass unser Christsein frisch und lebendig bleibt. Diese Verantwortung für unseren eigenen geistlichen Zustand kann niemand uns abnehmen. Hier ist jeder einzelne selber gefordert!

2. Vergiß nie: andere schauen auf dich. Sei ihnen in allen Bereichen des christlichen Lebens ein Vorbild. Führe das Leben, zu dem du andere einlädst. „Folgt meinem Beispiel, so wie ich Christus folge.“ (1. Kor. 11,1)
Wir können nicht erwarten, dass andere uns etwas abnehmen, wenn wir es selber nicht vorleben. Das fängt in der eigenen Familie an und setzt sich fort in Schule, Beruf und Freizeit. Was hingegebenes Christsein heißt, muss in unserem Leben sichtbar sein. Dabei ist klar, dass niemand vollkommen ist. Wir alle versagen auch immer wieder. Aber auch im Umgang mit Versagen und Fehlern sind wir herausgefordert, uns vorbildlich zu verhalten, indem wir ohne Ausflüchte Fehler zugeben und um Verzeihung bitten und bereitwillig verzeihen. Gerade als Mitarbeiter sollte ich den anderen mit gutem Beispiel vorangehen. Jeder sollte so leben, dass er mit Paulus sagen kann: „Nehmt mich zum Vorbild, so wie ich Christus zum Vorbild nehme!“ (1. Kor. 11,1)

3. Bewahre dir eine positive, zuversichtliche, optimistische Einstellung. Sei auf der Hut vor einer nörgelnden, kritischen, negativen, missmutigen Einstellung und fördere, wo du kannst, die Zuversicht, dass mit Gott kein Ding unmöglich ist. „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben alle Dinge zum Besten dienen.“ (Röm. 8,28)
„Für Gott ist nichts unmöglich.“ (Lk. 1,37) Unsere Grundeinstellung den Anderen gegenüber, mit denen wir zusammenarbeiten, sollte so sein, dass wir gerne helfen und dienen. Wir sollten immer die Begeisterung und Freude in uns bewahren, dass es ein Privileg ist, in der Gemeinde Jesu mitarbeiten zu dürfen. Es gibt Gemeinden in denen viel gejammert, genörgelt und kritisiert wird. Eine Atmosphäre der Frustration und der Erwartungslosigkeit hat sich ausgebreitet. Kein Wunder, dass die Gemeinde nicht wächst und niemand mitarbeiten will. Wir sollen stattdessen eine positive Atmosphäre voller Hoffnung und Zuversicht verbreiten und, wie Mutter Teresa einmal gesagt hat, dafür sorgen, dass jeder, der zu uns kommt, fröhlicher wieder weggeht. Aber damit dieser Wert echt und ungekünstelt gelebt werden kann, ist es sehr wichtig, entschlossen den anderen Mitarbeitern ehrlich zu begegnen.

4. Sei offen und wahrhaftig im Umgang mit den anderen. Lass nicht zu, dass Dinge unter den Teppich gekehrt werden. Habe den Mut, in Liebe dem anderen die Wahrheit zu sagen. „Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.“ (Eph. 4,25)
Wir dürfen nicht zulassen, dass Konflikte unter den Teppich gekehrt werden. Wenn jemand dich enttäuscht hat, rede nicht darüber mit fünf anderen, sondern geh hin zu dem Betreffenden und suche das Gespräch unter vier Augen. Wir dürfen Dinge nicht anstehen lassen, sondern sollten den anderen liebevoll, zum rechten Zeitpunkt und einfühlsam ansprechen und nach einer Klärung suchen.

5. Tu alles, was du tust, mit ganzem Herzen. Geh alles mit Leidenschaft und Energie an und gib dein Bestes. „Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist.“ (Röm. 12,11) „Verflucht sei, wer des Herrn Werk lässig tut.“ (Jer. 48,10)
Alles, was wir tun, sollte mit Leidenschaft und Exzellenz getan werden. „Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt.“ (Röm. 12,11) Wir sollten für Gott und die Gemeinde unser Bestes geben. Es gilt die begrenzte Zeit, die wir haben, möglichst effektiv zu nutzen, ebenso guten Gebrauch von unseren Mitteln und Kräften zu machen. Wenn wir keine klaren Prioritäten setzen, werden wir wenig ausrichten. Eine Mitarbeiterschaft, in der jeder sein Bestes gibt, ist eine hochmotivierte Gruppe von Menschen, mit denen es Spaß macht zusammenzuarbeiten.

6. Sei ein Ermutiger. Schätze und respektiere die anderen Mitarbeiter. Es ist das Zusammenspiel des ganzen Teams, das letztlich den Erfolg ausmacht. „Ertappe“ die anderen, wenn sie etwas gut machen und lobe sie. „Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird´s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“ (Phil. 1,6) „In Demut achte einer den andern höher als sich selbst und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“ (Phil. 2,3f)
Wir müssen uns bewusst sein, dass niemand alle Gaben hat, sondern auf die Ergänzung durch andere und ihre Unterstützung angewiesen ist. Darum gilt es, die unterschiedlichen und vielleicht größeren Begabungen Anderer zu schätzen und zu respektieren. Die Anderen ermutigen, fördern und anspornen, sollte nicht nur Aufgabe der Hauptverantwortlichen sein, sondern das ganze Miteinander bestimmen. Jeder freut sich über Lob und ein anerkennendes und ermutigendes Wort! Auch kleine Beiträge und unscheinbare Dienste sind wichtig und verdienen Wertschätzung.

7. Behalte immer die Ewigkeit im Auge und vergiss nie, dass du einmal vor Christus stehen wirst. „Setzt euch für den Herrn ganz ein, denn ihr wißt, nichts ist vergeblich, was ihr für ihn tut.“ (1. Kor. 15,58)
Wir sollten nie vergessen, dass wir einmal vor Christus stehen werden und er sein Urteil über unser Leben und unser Tun sprechen wird. Wollen wir einmal Lob oder Tadel aus seinem Mund empfangen? Die Ausrichtung auf die Ewigkeit gibt all unserem Tun den nötigen Ernst und die gebotene Dringlichkeit. Wir bewahren in uns dadurch das Bewusstsein, dass jeder Tag zählt und unser Tun Auswirkungen für die Ewigkeit hat.

8. Vernachlässige niemals das Gebet. Wir können Gottes Werk auf dieser Erde nicht ohne Gottes Kraft tun. Egal in welchem Dienst wir stehen, wir brauchen den Beistand des heiligen Geistes, wenn geschehen soll, was Gott durch uns tun will. „Betet ohne Unterlass“ (1. Thess. 5,17) „Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (1. Petr. 5,5)
Ohne Gebet geht nichts, deshalb wollen wir das Gebet niemals vernachlässigen. Wir brauchen
Gottes übernatürliche Kraft für alles, was er uns aufgetragen hat. Wir können das Reich Gottes nicht mit unserer Kraft bauen und voranbringen. Die Bibel verheißt: „Wer bittet, der empfängt!“ (Mt. 7,8) Je mehr wir alles ernstlich von Gott erbitten, um so mehr werden wir empfangen. Die Gemeinschaft soll eine Schar von Betern sein, die füreinander vor Gott eintreten
und unablässig seine Hilfe in allen Dingen erflehen. Wer sich bewusst bleibt, dass nichts ohne Gottes Gnade und Beistand geschieht, der bleibt auch bescheiden und demütig in allen Erfolgen und vermag auch Durststrecken und Flauten durchzustehen.

Pfarrer Norbert Gantert

 

 

 

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