Kleingruppenarbeit

Gemeinschaft leben

Verbindliches Miteinander in inspirierenden Kleingruppen pflegen

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der immer mehr Beziehungen zerbrechen. Die Zahl der
Single-Haushalte wächst. Immer weniger kommen Menschen dauerhaft miteinander aus. Der Individualismus unserer Gesellschaft hat seine nachhaltigen Spuren hinterlassen, auch in der Kirche. Auf der anderen Seite ist eine wachsende Sehnsucht nach Gemeinschaft wahrzunehmen. Menschen sehnen sich nach einem Ort, wo sie geliebt, angenommen und verstanden werden.

Die Gemeinde ist nach Gottes Plan dieser Ort, an dem Menschen Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer und miteinander erleben sollen. Wir sind zur Gemeinschaft bestimmt. Schon auf den ersten Seiten der Bibel steht: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“. Ohne Gemeinschaft verkümmert der Mensch und sein Leben wird leer und sinnlos. Viele Süchte sind Ausdruck von Einsamkeit und Isolation.

Die Zukunft der Kirche hängt davon ab, ob es gelingt, wirkliche Gemeinschaft zu entwickeln. Gottesdienste, Veranstaltungen und Programme sind alles wichtige Dinge, aber sie reichen nicht aus. Menschen suchen mehr als Anregung, Unterhaltung und Programm. Nur die Erfahrung der göttlichen und menschlichen Liebe kann das tiefe Verlangen des menschlichen Herzens stillen.

Es wird eines der wichtigsten Ziele der kommenden Jahre sein, gesunde, starke Gemeinschaft zu
entwickeln. Von Anfang an sollen in der Kinder- und Jugendarbeit die Heranwachsenden lernen, dass Kirchesein nicht heißt, Veranstaltungen zu besuchen, sondern in Gemeinschaft mit Gott und
anderen zu leben. Deshalb spielen Kleingruppen schon im Konzept des Kindergottesdienstes eine zentrale Rolle.

Gemeinschaft leben, heißt nicht, unrealistischen und unnüchternen Träumen nachzuhängen. Gelebte Gemeinschaft ist niemals ohne Reibungen und Konflikte, weil wir alle fehlbare und fehlerhafte Menschen sind mit mancherlei Ecken und Kanten. So gilt es neu zu erfassen, dass die christliche Gemeinde nicht auf Sympathie und gleicher Wellenlänge aufbaut, sondern dass die Gnade, die Vergebung und Liebe Gottes ihre Basis darstellen. Die Bruderliebe gibt uns auch den Mut, in Konflikten zueinanderzustehen und vor Spannungen nicht davonzulaufen.

Als Pfarrer der Söllinger Gemeinde will ich den Aufbau gesunder Gemeinschaft fördern. In meinem
Denken sind Kleingruppenleiterinnen und Kleingruppenleiter, sei es bei den Kindern, bei den Jugendlichen oder im Erwachsenenfeld, Personen, die einen unersetzlichen Hirtendienst ausüben
und denen hohe Achtung und Wertschätzung gebühren. Möge Gott es in den kommenden Jahren
schenken, dass viele Menschen jeglichen Alters und unterschiedlichster Herkunft das wunderbare Geschenk der Gemeinschaft entdecken dürfen.

Wer Interesse daran hat, sich mit anderen Christen regelmäßig zu treffen, um im Glauben zu wachsen, der wende sich an Pfarrer Norbert Gantert, Tel. 0 72 40 / 35 71 oder per Mail: Norbert.Gantert@googlemail.com

 

 

 

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