Halloween statt Reformationstag?

Bild- und Textquelle: Marburger Medien

Mit Kürbisfratzen, Vampir-Verkleidungen und Gruselpartys macht sich Halloween bei uns immer breiter. Was bis vor wenigen Jahren noch ein typisch amerikanischer Brauch war, ist inzwischen bei uns heimisch geworden. Aber was steckt denn hinter Halloween? Die einen führen dieses Fest auf die keltischen Druiden zurück; die anderen meinen, die Bräuche hätten sich erst im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und seien ein harmloser Spaß. Doch es gibt manche Bräuche, die an Halloween gepflegt werden, die einen dunklen Hintergrund haben. Nicht nur bei Kindern und Jugendlichen ist die Neugier groß, solche Dinge einfach mal auszuprobieren. Doch nur zu schnell wird aus solchen 'Spielchen' tödlicher Ernst. Denn wer mit übersinnlichen Erfahrungen herumexperimentiert, gefährdet Leib und Seele. Er setzt sich okkulten Einflüssen aus - den Einflüssen des Bösen. In vielen Veröffentlichungen schildern Betroffene, dass sie die Geister, die sie aus Spaß herbeiriefen, nicht mehr loswerden konnten.

'An Halloween geht man meist 'spielerisch' mit dem Teufel und den Geistern um. Doch es stehen auch übernatürliche Mächte dahinter, mit denen niemand spielen kann. Ich habe als Jugendlicher den Teufel als reale Macht erlebt, die mir anfangs nützlich schien, mich dann aber fast zerstört hat. Ich kriegte eine Angst wie noch nie im Leben. Und aus Furcht vor einer weiteren Erscheinung wagte ich mich in keinen dunklen Raum mehr.'
Jörg Kuhn, TV-Redakteur, Wetzlar

Die Filmtitel in den Fernsehprogrammen oder in einer Videothek (z.B. 'Scream') zeigen, dass ein auffallend starkes Interesse an Horror, finsteren Kräften und übersinnlichen Erfahrungen besteht. In Illustrierten wird für Kartenlegen, Wahrsagerei und esoterische Selbsterfahrungskurse geworben. Wie ist es möglich, dass in einer Gesellschaft, die Gott mehr und mehr ausklammert, Aberglaube und Spiritismus zunehmend an Boden gewinnen können? Die rein materialistische Lebensanschauung stößt den Menschen offensichtlich in eine letztlich sinn-entleerte Welt. Manchen reicht das aber nicht, sie wollen mehr vom Leben, suchen den neuen und letzten Kick. Und so beginnt sich die Sehnsucht der Suchenden scheinbar im Okkulten, in Magie und Geisterglaube zu erfüllen - trotz aller Wissenschaft und Aufklärung. Hatte vielleicht der Dichter Emanuel Geibel (1815-1884) Recht mit der folgenden Beobachtung?

'Glaube, dem die Tür versagt, steigt als Aberglaub` durchs Fenster.
Habt die Gottheit ihr verjagt, kommen die Gespenster.'


Keiner lebt in einem geistig-geistlichem Vakuum, auch wenn jeder gerne auf seine angebliche Freiheit pocht. Christen glauben, dass Gott diese Welt geschaffen hat. In seinem Wort, der Bibel, hat er den Menschen alles Wichtige über Himmel und Hölle, über Segen und Fluch mitgeteilt. Darunter gibt es einige Warnungen vor dem Kontakt mit übersinnlichen Kräften wie zum Beispiel:
'Sucht niemals Hilfe bei den Totenbeschwörern und Wahrsagern ... Ich bin der Herr, euer Gott.'
Die Bibel: 3. Mose, Kapitel 19, Vers 31

Jesus Christus, der als Sohn Gottes auf diese Welt kam, ist die einzige positive Brücke in die unsichtbare Welt. Der Zugang zu Gott war durch die willentliche Abkehr des Menschen verschüttet. Deswegen musste Jesus auf diese Erde kommen, um mit seinem Tod und durch seine Auferstehung den verschütteten Zugang zu Gott freizumachen. Er sagt von sich selbst:

'Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umherirren, sondern folgt dem Licht, das ihn zum Leben führt!'
Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 12

Wenn du in irgendeiner Weise, 'spielerisch' oder aktiv, an okkulten oder spiritistischen Praktiken teilgenommen hast, schlage ich dir das folgende Gebet vor (Beten ist das direkte Reden mit Gott; es geht immer und überall, man braucht dazu keine Kirche und keine bestimmten Rituale):

Gebet der Befreiung:

'Gott, wenn es dich gibt, dann rede ich jetzt zu dir. Man sagt, dass du real bist, realer als das, was ich sehen und spüren kann. Meine Erfahrungen mit Musik, Bildern oder anderen Erlebnissen haben mein Leben überschattet. Aus eigener Kraft kann ich mich nicht mehr daraus befreien, und der Tod steht mir bewusst vor Augen.
Jesus Christus, ich habe gehört, dass man dich anrufen kann, weil du Sünde, Tod und Teufel besiegt hast. Deshalb rufe ich jetzt zu dir. Ich sage mich los von allem, was mich von dir trennt, was mich belastet und gefangen hält. Bitte vergib mir, dass ich dich bisher nicht beachtet habe. Lass mich erkennen, wer du bist und wie du bist. Das ist mein ernster Wille.'

Wer so ehrlich zu Gott spricht, kann sicher sein, dass er gehört und erhört wird. Wenn dies für dich zutrifft, dann suche das Gespräch mit Menschen, die an Jesus Christus glauben. Und besorge dir eine Bibel oder ein Neues Testament in heutigem Deutsch. Beginne mit dem Lesen des Evangeliums von Lukas (er war mit Augenzeugen von Jesus bekannt, und als Arzt verstand er viel vom Menschen). Entferne alle Bücher, Bilder und Musik aus deinem Leben, die dich bisher abhängig gehalten haben. Es gibt die Möglichkeit, noch einmal ganz von vorne anfangen zu können.

Michael Mogel

 

'Ich bin kein Spielverderber. Aber der dunkle Hintergrund der lichten Kürbisköpfe ist viel zu ernst, als dass ich darüber lachen könnte. Halloween ist nicht nur eine Mode unserer Event-Gesellschaft, nicht nur Geschäftemacherei zwischen Sommerangeboten und Weihnachtsware. Weil ich ein Freund von Spaß und Lebensfreude bin, halte ich nichts von der Lust am okkulten Gruseln. Wir sollten lieber das Lob Gottes feiern, als alte Geisterriten auszugraben!'

Peter Hahne, TV-Moderator, Berlin

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