Neuer Glockenklöppel geschmiedet

Klöppelschmieden für die Michaelskirche in Söllingen und die Nikolai-Kirche Leipzig

Für die historische Glocke in Söllingen aus dem Jahr 1756 wurde ein neuer Klöppel geschmiedet. Klöppelschmieden ist ein Herzensanliegen des Pfinztaler Ehrenbürgers Karlheinz Essig (Edelstahl Rosswag), der in den vergangenen Tagen auch seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Aus diesem Grund hatte er zahlreiche Gäste eingeladen und ihnen die Möglichkeit geboten, beim Klöppelschmieden für die Michaelskirche in Söllingen sowie für die Nikolai-Kirche in Leipzig live dabei zu sein. „Mögen diese Klöppel – wie alle bisher geschmiedeten – nur für Frieden in der Welt erklingen“, wünschte sich Karlheinz Essig. Der Geschäftsführer Alexander Essig erläuterte die Schmiedeaufträge. Für die Michaelskirche in Söllingen werde für eine Bronzeglocke ein 46 Kilogramm schwerer Klöppel mit 810 Millimeter Länge hergestellt. Von größerer Dimension ist der Klöppel für die Nikolai-Kirche Leipzig. Sie ist die älteste und größte Kirche der sächsischen Metropole. Der Klöppel hat ein Gewicht von 497 kg und eine Länge von 2 195 mm. Auch für ihn verwendete Rosswag den Spezialstahl PSK 100.

Walter Büschel von der Evangelischen Kirchengemeinde Söllingen bedankte sich herzlich bei Firma Rosswag für die Großzügigkeit und die kostenlose Überlassung des Werkstückes für die aus dem Jahr 1756 stammende Glocke. Er erinnerte, dass auch für die beiden großen Stahlglocken der Michaelskirche Firma Rosswag kostenlos die neuen Klöppel gefertigt hatte.

Beeindruckt zeigten sich die Besucher und Beobachter von der Präzision, wie Schmiedemeister Christoph Klameth und sein Team aus einem Rohquader die Klöppelform in mehreren Arbeitsgängen auf den Weg brachte.

Karl-Heinz Essigs Leidenschaft für Klöppel, die er bereits als kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens ausgelebt hat, wurde in Verbindung mit herzlichen Glückwünschen zum Geburtstag in Ansprachen, u.a. auch von Bürgermeisterin Nicola Bodner und Ortsvorsteherin Barbara Schaier zum Ausdruck gebracht. Musikalisch wurde die Veranstaltung mit über 200 Gästen durch den Posaunenchor Kleinsteinbach, Peter Kantner (Saxofon) und Martin Schöner (Gitarre) und dem bekannten Tenor Jay Alexander in Begleitung seiner Pianistin Juna Tcherevatskaia umrahmt.

Text: Pfinztal aktuell / Karl-Heinz Wenz


 

 

 

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