Vom 16. Jahrhundert in die Gegenwart

Frühlingsmusik des Posaunenchors Söllingen erfreut sich einer langen Tradition

Ein Bericht von Emil Ehrler

Eine lange Tradition hat die Frühlingsmusik des Posaunenchors Söllingen im Emil-Frommel-Haus. Vor 61 Jahren hat man damit im neu erbauten Gemeindehaus der evangelischen Michaelsgemeinde in der Rittnertstraße begonnen. Alles geht seither seinen gewohnten Gang, beginnt mit Planung und Vorbereitung. Das gilt insbesondere für die musikalischen Programmleiter.

Der Posaunenchor ist nunmehr 113 Jahre alt und stolz, seit 2019 auch im Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen zu sein. Von der ersten Stunde an im Jahr 1906 kann man auf einen Bläserchor, seit 1953 auf ein Streichorchester und seit 46 Jahren auf einen Flötenchor bauen. Den Posaunenchor zeichnet aus, seit jeher und in allen Instrumentalformationen das generationsübergreifende Miteinander beim Musizieren zu praktizieren.

Auf der Bühne sitzt das jeweilige Orchester komplett, vom Anfänger angefangen. Nach Ausbildungs- und Leistungsstand werden die Stücke vorgetragen. 'Wir sind gut vorbereitet und wollen das bieten, was wir können', sagt der Vorsitzende Christoph Goerke bei der Begrüßung und verwies auf die umfangreiche Probenarbeit.

Für eine musikalische Zeitreise vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart hatten sich die Verantwortlichen Johannes Weiß (Bläserchor), Hans Weiß (Jungbläser), Christina Goppelt, Isabel Heiduck und Elisabeth Weiß (Flötenchor) sowie Walter Heiduck mit dem Streichorchester entschieden. Noch im Vorschulalter sind die Jüngsten beim Flötenchor. Dessen Repertoire, intoniert von Alt-, Bass-, Sopran- und Tenorflöten, reichte vom 'Medley der Flötenanfänger', dem Medley 'Aufbruch zu neuen Zielen' der Fortgeschrittenen, bis zu 'Crêpe Suzette' oder 'Good News' der Etablierten.

Dem Streichorchester zu mehr klanglicher Fülle verhalt ein Register aus Block- und Querflöten, beispielsweise bei 'Steirische Tänze', Tiritomba', dem Walzer 'Badner Madeln' oder dem mit dem Besucherchor angestimmten 'Wie lieblich ist der Maien'.

Mit 14 Kompositionen gespickt hatten Bläserchor und Jungbläser ihren Auftritt, dabei die 'Eröffnungsmusik' für den 29. Landesposaunentag vom 5. bis 7. Juli in Bruchsal - mit Söllinger Beteiligung - an den Anfang und 'Finn's Groove' mit dem Tompetensolo von Johannes Weiß an den Schluss gesetzt. Dazwischen reichte die wohlklingende Palette bei der Frühlingsmusik von 'Etude', 'Gott gab uns Atem' oder 'Lummerland-Lied' der Jungbläser zu 'Strahlen brechen viele' und einem Sechser-Block mit Melodien zeitgenössischer Komponisten des Bläserchors.



 

 

 

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