Das Wettergebet

Ich treffe oft Menschen die ihr eigenes Beten kleinreden, schreibt Tomas Sjödin. Sie sagen „Beten tun nur die Frommen“. Man muss natürlich kein gläubiger Mensch sein, um zu Gott zu beten. Das Gebet ist eher so etwas wie ein Menschenrecht. Das Gebet ist das größte „Pfund“ der Kirche, aber es gehört ihr nicht. Das Gebet ist eine der menschlichen Kommunikationsweisen. Sie fragt nicht nach Verdiensten oder Vorkenntnissen. Beten kann man auf tausend Weisen: mit Gesten, in Gedanken oder mit der Hände Arbeit.

Am 27. Februar 1963 schreibt der Trappistenmönch Thomas Merton, dass seine Einsiedelei vollkommen eingeschneit ist. In Kentucky herrscht beißende Kälte. Nachdem er geschildert hat, wie wichtig es ihm ist, die Außentemperatur auf dem Thermometer abzulesen, den Himmel zu beobachten und die Windstärke festzustellen, merkt er an: „Es ist mir tatsächlich ein großes Bedürfnis, diese Dinge zu wissen, denn ich selbst bin ein Teil des Wetters, des Klimas, des Ortes. Ein Tag, an dem ich nicht bei alledem dabei war, ist kein Tag. Das alles ist sicher ein Teil meines Gebetslebens.“


__________________________________________________________________

Neues aus der KiTa 'Im Bahnwinkel'
__________________________________________________________________

Jetzt wieder jeden Sonntag um 10 Uhr Gottesdienst in der Michaelskirche

__________________________________________________________________

Kraft und Mut schöpfen durch alte und neue Choräle

__________________________________________________________________


Aktuelle Predigt

 

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Söllingen · Kirchhofstraße 22 · 76327 Pfinztal
Telefon +49 (0)7240 / 18 60 · Telefax +49 (0)7240 / 42 34 · info@ev-kirche-soellingen.de · www.ev-kirche-soellingen.de